Zentangle® und Zendoodle – Erste Übung

Tangles kann man eigentlich überall zeichnen. Aber um das Beste aus Deiner Zentangle-Reise herauszuholen, richte Dir igendwo eine Ecke ein, in der Du ungestört zeichnen kannst. Wichtig ist, dass Du einen Platz wählst, an dem Du Dich wohl fühlst. Gute Beleuchtung wäre hilfreich, ein Tisch oder eine harte Oberfäche auch und ein Sitzplatz. Hintergrundmusik kann großartig sein, um unregelmäßiges Unterbrechungsrauschen zu ertränken.

Und damit kommen wir auch schon zu unserer ersten Übung:

4 Punkte setzen

Rahmen erstellen

String erstellen

Zentangle zeichnen

Schattieren

Zuerst wird mit einem Bleistift in jeder Ecke ein Punkt gezeichnet.

Diese Punkte werden durch eine Linie verbunden, um eine Grenze zu bilden. Das ist die Grundform unseres Tangles.

Als nächstes kommt der String. Der String ist eine zufällige Form, der Dein Tangle in verschiedene Bereiche unterteilt. Den String zeichnest Du mit Bleistift. Jede Form ist möglich. Lege Deinen Bleistift jetzt weg und greife zum Fineliner.

Die im String entstandenen Bereiche gilt es nun zu füllen. Nämlich mit Pattern. So nennt man die unzähligen Mustervariationen beim Zentangle und auch beim Zendoodle.

Wenn Du Deine Kachel gefüllt hast und sie Dir gefällt, so wie sie ist, dann kannst Du die Bleistiftlinien wegradieren und – falls Du möchtest – Deine Zeichnung noch schattieren. Für den Anfang rate ich Dir, dafür einen weichen Bleistift zu verwenden. Und einen Blender (Estompen
oder Wattestäbchen) für weiche Übergänge.

Auf den nächsten Seiten wirst Du einige dieser Mustervarianten kennenlernen und – falls sie etwas komplizierter sind – zeige ich Dir auch, wie sie gezeichnet werden. Im übrigen ist diese Pattern-Übersicht nicht vollständig. Aber ich versuche, öfters neue Pattern zuzufügen.

Der ganze Prozess ist sehr rhythmisch, zentrierend und entspannend. Indem jedesmal dieselben Schritte ausgeführt werden, entsteht ein Ritual. Das Ritual wird immer vertrauter, beruhigender und entspannender beim regelmäßigen Gebrauch.

Ziele wie das Entwickeln neuer Fähigkeiten und das Verbessern alter Fähigkeiten, das Stimulieren von Kreativität, das gezielte Umleiten von Geist und Gedanken, das Verbessern des Fokus, das Beruhigen und Zentrieren des Geistes und das Lösen von Stress werden leichter zu erreichen sein.

Man spricht deshalb auch von den elf Schritten:

Entspanne Dich, strecke Dich ein wenig und mach es Dir bequem.

Atme ein paar mal tief ein und aus. Lächle. Denk daran, genau diesen Moment zu genießen.

Betrachte und bewundere Deine Werkzeuge, Dein Papier und freue Dich auf 30 oder mehr Minuten mit Dir allein.

Erstelle mit dem Bleistift einen Punkt in jeder Ecke der Kachel. Es besteht keine Notwendigkeit zu messen; platziere die Punkte einfach dort, wo es sich für Dich richtig anfühlt.

Zeichne mit dem Bleistift eine Linie von Punkt zu Punkt und erstelle einen Rahmen. Mach Dir keine Sorgen darüber, ob er gerade ist. Das Auge findet gekrümmte Linien ohnehin interessanter.

Erstelle einen String. Der String kann jede beliebige Form und Größe haben oder sich an beliebiger Stelle im Rahmen befinden. Er muss auch keine durchgängige Linie sein. Wenn Dein Instinkt Dir sagt, dass Du ein Gebiet leer lassen sollst, dann folge Deinem Bauchgefühl.

Nun schaue Dir Deinen String an. Dreh das Papier und betrachte Deine Linien von allen Seiten. Nun musst Du Deinem ersten Impuls folgen und damit beginnen, den String zu füllen. Am besten mit allen Pattern, die Du heute gelernt hast.

Überdenke Deine Entscheidungen nicht und beeile Dich nicht. Sei bewusst und konzentriere Dich auf jede Linie. Drehe Deine Kachel während Du arbeitest, um Dein Design einfacher zu gestalten.

Wenn Du möchtest, kannst Du Deine Zeichnung am Ende schattieren (mit Bunt- oder Bleistift).

Schau Dir nun Deine Zeichnung nochmals an und entscheide Dich, welche Seite oben und unten, links und rechts sein soll.

Signiere Deine Arbeit auf der Vorderseite. Auf der Rückseite kannst Du Gedanken aufschreiben, die Du beim Zeichnen hattest oder welcher Inspiration dieses Tangle entsprungen ist.

Erlerne 3 Pattern durch einfaches Nachzeichnen, und dann zeichne ein Zentangle, in dem das bisher Gelernte einfließt. Dann wieder 3 Pattern und ein Zentangle usw.

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