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Bister
Bister ist ein gelbbraunes Farbpigment, hergestellt aus dem Ruß und Teer von verbranntem Holz oder Schellack oder der gemahlenen Schale von Walnüssen und arabischem Gummi. Das Wort Bister kommt aus dem Französischen und steht für braun, haselnussfarben, dunkel- oder schokoladenbraun.
Bister eignet sich nicht nur zum Zeichnen, sondern auch zum Beizen von Holz.
Der große Nachteil besteht in der Lichtempfindlichkeit. Bisterzeichnungen, die vollem Sonnenlicht ausgesetzt sind, verschwinden mit der Zeit.

Blutende Farben
Blutende Farben erhält man, wenn man einen nassen Farbauftrag gegen einen anderen nassen Farbauftrag setzt. Beim Aquarellieren ist das gewollt, bei der Ölmalerei jedoch kann es leicht zur Katastrophe führen. Besser ist, man läßt eine Farbschicht vorher etwas antrocknen.

Body
Der “Body” einer Farbe sagt etwas über die Fließbarkeit und Konsistenz der Farbe aus. “Heavy Body” (findet man bei den Acrylfarben) ist also eine Farbe mit beinahe butterartiger Konsistenz und hohem Pigmentanteil.

Brunaille
Brunaille hat seine Wurzeln in Glasmalereien aus dem 12. Jahrhundert für die Zisterzienserklöster, die im Jahre 1134 die Verwendung von Farbe in ihrer Kunst verboten haben.

Bis das Wort Brunaille geboren wurde, sollten allerdings noch 600 weitere Jahre vergehen.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts taucht dieser Begriff zum ersten Mal in Frankreich auf, um Bilder zu beschreiben, die in Brauntönen gemalt sind.

Heute wird der Begriff Brunaille nur noch in Zusammenhang mit Grisaille gebraucht. Im Gegensatz zum Grisaille werden bei dieser Untermalung braune Farbtöne verwendet.

Pieter Bruegel

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