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Weiche Farbübergänge mit Ölfarbe

Es gibt mehrere Möglichkeiten, weiche Farbübergänge mit Ölfarben zu zaubern. Ich möchte Die heute die Methode vorstellen, mit der ich am meisten arbeite. 

Auf Bild 1 siehst Du eine Leinwand, die ich bereits mit  Ölfarbe grundiert habe. Einfarbig grün. Die Farbe ist auch schon getrocknet.

Aber wie das manchmal so ist: Du machst heute etwas, und morgen gefällt Dir das Ganze nicht mehr.

Das Grün soll einen Touch ins Braune haben, und überhaupt soll es dunkler werden, außerdem braucht die Leinwand einen Lichtfleck.

Und so kann man das realisieren:

Man nimmt Malmittel zur Hilfe (ich selbst kaufe stets die Hausmarke von Gerstäcker, die ist prima). Das Malmittel wird auf ein Tuch geträufelt, und wie Du auf dem Foto sehen kannst, wird damit das ganze Bild (oder der Bereich, den man bearbeiten möchte), eingerieben. Die Farbe darunter muss unbedingt trocken sein, denn sonst wird sie beim Einreiben wieder abgewaschen.

Mache Deine Leinwand auch nicht zu nass – sie muss am Ende von einem feinen Ölfilm bedeckt sein, aber es dürfen keine Nasen laufen.

Bild 2
Hier ist nun der Lichtfleck. Sieht noch nicht gut aus, aber die Farbe ist so, wie ich sie haben möchte.

Bild 3
Und jetzt noch die eine Lage Sepia über das Grün. Sepia ist eine halbtransparente Farbe, das Grün wird also nicht gänzlich verschwinden, sondern durch das dunkle Braun scheinen.

Tja, meine Leinwand sieht nun ziemlich rummelig aus, stimmts?

Bild 4
Und nun kommt der kleine Zaubertrick: Man greift zum Lasurpinsel.

Die gibt es in verschiedenen Größen und Stärken – für große Flächen braucht man natürlich einen großen Pinsel. Meine Leinwand hier ist ziemlich klein, gerade 40 x 40 cm, deshalb reicht mir ein kleineres Format.

Bild 5
Der Lasurpinsel muss absolut trocken sein – kein Terpentin daran und auch keine andere Farbe.

Durch das Malmittel auf der Leinwand bleiben die Farben schön flüssig, und wenn Du nun anfängst, Deine Farbübergänge mit dem Lasurpisel ineinander zu vermalen, dann sollte Deine Leinwand nach einer Weile so aussehen wie hier, auf Bild 5.

Dieses Prinzip lässt sich auch auf feinere Details übertragen, aber dann muss der Lasurpinsel auch dementsprechend klein sein. Ein Katzenzungenpinsel ist bei feineren Arbeiten auch durchaus geeignet.

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