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Eine Sommer-Rose

Zum Ende des Winters sehnt man sich immer nach frischem Grün, nach Natur und Blumen.

Um die Sehnsucht etwas abzumildern, habe ich mir in den letzten Tagen einfach ein bisschen Sommer-Feeling auf die Staffelei gezaubert. 

Für diese Rose brauchst Du:

Ölfarbe:
Titanweiß, Kadmiumgelb dunkel, Kadmiumgelb mittel, Sepia, Umbra gebrannt, Umbra natur, Lichter Ocker, Elfenbeinschwarz

Eine Leinwand oder ein Paneel 40 x 40 cm

Liquin und Malmittel

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Bild 1
Für dieses Bild habe ich schon eher eine Untermalung gemacht. Der Hintergrund soll eine hölzerne Struktur kriegen, und wie ich die angelegt habe, ist  >hier  beschrieben.
Die Untermalung habe ich gut trocknen lassen, und dann mit einem weißen Aquarellstift meine Rose gezeichnet.

Bild 2
Erst mal Farbe auf die Rose. Ich versuche, Licht und Schatten schon grob anzulegen, dann finde ich mich besser zurecht auf dem Bild und es sieht nicht mehr ganz so abstrakt aus. Für die Rose verwende ich Titanweiß, vermischt mit ein wenig Umbra natur und einem winzigen Klecks Kadmiumgelb dunkel. Daraus mache ich mir eine größere Menge als Basisfarbe - brauche ich den Farbton etwas dunkler, dann mische ich Umbra und Kadmiumgelb dazu; brauche ich ihn etwas heller, dann kommt Weiß dazu. Sehr wichtig ist, das auch die scheinbar weißen Blütenblätter nicht wirklich weiß sind, denn sonst kann man später keine Highlights mehr aufsetzen. 

Das Grün der Blätter mische ich auch selbst aus Ultramarin, Umbra natur und Kadmiumgelb mittel. Das ergibt eine natürlichere Blattfarbe als jede Mischung aus irgendeiner Tube.

Bild 3
Langsam nimmt das Bild Formen an. Die Rose und auch die Vase sind jetzt vorgemalt, und ich habe den Hintergrund insgesamt mit einer sepiabraunen Lasur überzogen, um ihn dunkler zu machen. Dadurch tritt die Rose mehr in den Vordergrund. 

Bild 4
Die Vase schwebt ja nicht im Raum, sondern braucht einen Tisch, auf dem sie stehen kann. Du siehst die weiße Linie, die ich mir gezogen habe. Dort beginnt meine Tischfläche. Alles oberhalb der Tischfläche reibe ich jetzt dünn mit Malmittel ein. Warum? Ich will eine weitere dunkle Lasur aufbringen, und durch das Malmittel erhalte ich schönere Farbübergänge, die Farbe lässt sich besser vertreiben. 

Nur noch ein paar Arbeitsschritte zum finalen Resultat. Das Auge der Rose habe ich mit einer hauchzarten Lasur aus mittlerem Kadmiumgelb überzogen. Ich verwende Kadmiumgelb von Rembrandt; das hat eine sehr hohe Färbkraft, und auch bei einer zarten Lasur bleiben genügend kräftige Farbpigmente auf dem Bild. Solltest Du ein billiges Kadmiumgelb benutzen, dann musst Du diesen Vorgang vielleicht mehrmals wiederholen. Dabei kann es allerdings passieren, dass Deine Rose danach etwas zermatscht aussieht.

Und meine Vase hat mir auch noch nicht wirklich gefallen. Sie war mir zu gelb, deshalb hat sie in den Schattenbereichen nochmals eine Lasur erhalten aus Krapplack, vermischt mit etwas gebrannter Umbra und etwas Ultramarin. Wenn man diese Farbe auf der Palette msicht, dann sieht sie schon ziemlich violett aus. Aber als Lasur aufgebracht, verbindet sie sich mit der ockerfarbenen Untermalung. Ich habe die Lasur mit einem alten Pinsel aufgetupft und dadurch gleichzeitig noch eine interessante Struktur erhalten.

Last but not least habe ich auch noch die Lichtpartien der Vase verstärkt mit einer Lasur aus Titanweiß und etwas gebrannter Umbra. Fertig. 🙂

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