Bequem zu Hause lernen und üben

Du bist hier: Home | Ölmalerei | Haare malen


Haare malen

Diese Haare sind zwar mit Ölfarbe gemalt, aber das Prinzip lässt sich ebensogut auf Acrylfarbe übertragen. Oder auf Pastell.

Farben

Das Wichtigste, bevor Du anfängst: Welche Haarfarbe hat Dein Modell? Meines ist blond, deshalb greife ich zu folgendem Grundton: Lichter Ocker im Verhältnis 50 : 50 gemischt mit Goldocker. Das ist die Basisfarbe.

Im oberen Teil der Palette siehst Du die Mischungen.

Für die Schattenbereiche mische ich Umbra natur an meine Basisfarbe. Je dunkler, desto mehr Umbra.

Und für die Lichtreflexe greife ich wieder zur Basisfarbe und mische sie mit Titanweiß. Je mehr Weiß, desto heller.

Ein kleiner Tipp noch: male zuerst das Gesicht und die Körperteile, auf welche die Haare fallen.

Bild 1

Bild 1

Versuche, in den Haaren die “großen Linien” zu finden. Also konzentriere Dich nicht auf das kleinste widerspenstige Löckchen, sondern konzentriere Dich ganz auf die grobe Form. Versuche herauszufinden: Wo ist das Licht? Wo der Schatten? Wie ist der natürliche Fall des Haars? Wenn Du das gut studiert und überlegt hast, dann kannst Du beginnen.

Mit der Basisfarbe und ihrer Hell- und Dunkelmischung legst Du nun die Grundlage an. Nimm keinen zu schmalen Pinsel, sonst malst Du im nächsten Jahr noch an dem Bild. Zu breit sollte er aber auch nicht sein, das verführt zu Schlampigkeit und zu unsauberem Arbeiten.

Dein Bild sollte jetzt ungefähr so aussehen wie meins, nun muss es erst mal trocknen.

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Bild 2-4

Sobald die erste Lage getrocknet ist, beginne ich, die Haare besser zu strukturieren. Und einige Farbkorrekturen sind auch noch notwendig.

Um hier gute Ergebnisse zu erlangen, mische ich Liquin Fine Detail unter meine Ölfarbe.

Das Liquin verbessert den Farbfluss und macht es möglich, mit einem feinen Pinsel nun Strähne für Strähne besser herauszuarbeiten.

Haare malen

Bild 5

Ganz wichtig ist, dass man mit dem Pinsel dem natürlichen Fall des Haares folgt. Macht man das nicht, wird man nie eine realistische Haarstruktur hinkriegen.

Bild 5

Was ist auf Bild 5 passiert? Richtig! Ich habe die Schatten noch etwas verstärkt. Und außerdem habe ich in den Schattenbereichen ein paar einzelne Haare gemalt, die aus der Frisur herausspringen. Wenn Dein Modell nicht gerade eine von diesen mit Haarlack betonierten Frisuren hat, dann solltest Du das auch machen – so wirkt das Haar viel natürlicher.

Haare malen

Bild 6

Ab jetzt arbeite ich nur noch mit Lasuren – also mit semitransparenten Farbschichten, so dass die untere Lage noch durchscheint. Dadurch erhält das Haar eine dichte Struktur. Ich benurtze jetzt auch einen sehr feinen Pinsel und male nach Möglichkeit jedes Haar einzeln.

Bild 6

Haare malen

Bild 7

Nun geht es an die Lichter. Das Prinzip bleibt das Gleiche: semi-transparent. Das ist übrigens auch ganz leicht zu machen. Mische einfach mehr Liquin unter Deine Farbe. Oder, falls Du mit Acryl malst, dann verdünne die Farbe mit Retarder. Am besten mit Super-Retarder.

Bild 7

Die Schatten in einigen Bereichen der Frisur sind mir zu dunkel. Ich mildere sie ab, indem ich einfach einzelne Haare in meiner Grundfarbe darübermale.

Haare malen

Bild 8

Beinahe fertig. Auf

Bild 8

habe ich nochmals die Highlights ein wenig verstärkt und damit ist jetzt Schluss. Mit dem Bild. Und diesem How-To. Viel Spass beim Nachmalen!


Du bist hier: Home | Ölmalerei | Haare malen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.