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Tipps für versiertere Ölmaler

Ölmalerei ist eine fantastische Kunstgattung und ist bis zum heutigen Tag nicht umsonst die Technik der wirklichen Meister. Ölfarbe ist langsam trocknend und vielseitig, so dass man jede Farbschicht leicht auf der Leinwand be- und überarbeiten kann.

Leider kann Ölmalerei für einen Anfänger sehr entmutigend wirken. Im Vergleich zur Acrylmalerei gibt es viele Regeln, die man befolgen muss, um sicherzustellen, dass die Farbe richtig trocknet und Du auch das Resultat erzielst, das Du möchtest.

Wenn Du an Ölmalerei interessiert bist, dann sollten diese Tipps Dir helfen. Und wenn Du Fragen hast, die hier nicht beantwortet sind, dann schreibe mir einfach.

 

  1. Eine Schicht Ölfarbe entfernen?

    Wenn die Farbe noch frisch und nicht vollständig getrocknet ist, dann kannst Du Terpentin verwenden. Träufele etwas davon auf ein sauberes Tuch und wische die nicht benötigte Farbe einfach ab. Etwas schwieriger wird es schon, wenn die Farbe vollständig trocken ist. Dann kannst Du die Farbe am besten mit feinem Sandpapier abschmirgeln. Eine andere Möglichkeit ist noch, sich im Baumarkt reines Aceton zu kaufen und die Farbe damit wegzuwaschen.

  2. Bist Du nicht sicher, ob Du den Gegenstand/das Porträt etc. richtig getroffen hast?

    Betrachte Dein Bild dann in einem Spiegel. Dadurch erhältst Du eine völlig neue Sichtweise oder Perspektive und kannst eventuelle Fehler viel schneller erkennen.

  3. Wirft Deine trocknende Farbe auf der Palette Falten oder Blasen?

    Dann hast Du zu viel Öl oder Medium zugefügt.

  4. Einen realistischen Himmel

    …malt man mit Lasurpinseln. Deren Form erinnert ein wenig an einen Mopp. Diese Pinsel eignen siche hervorragen, um alle Pinselstriche wegzuarbeiten und feinste Farbübergänge und Nuancen zu schaffen.

  5. Selbstgemachte Öl-Palette

    Kauf Dir einen billigen Bilderrahemn mit Glas (oder vielleicht hast Du den sogar irgendwo rumliegen). Der Rahmen verhindert, dass die Farbe vom Rand des Glases herunterrutscht oder -läuft.

  6. Kopfschmerzen beim Malen?

    Das liegt wahrscheinlich an Deinem Lösungsmittel. Kaufe Dir bitte geruchsfreies Terpentin. Ist zwar etwas teurer, aber es befreit Dich von einem pochenden Kopf.

  7. Liquin

    Wenn Du 10% Liquin unter deine Faben mischst, dann erhältst Du mehr Farbe und Deine Bilder trocknen schneller.

  8. Leinöl

    Leinöl verwendet man grundsätzlich nur für die Untermalung oder die unteren Schichten eines Bildes.

  9. Schnelltrocknende Farben

    Wusstest Du, dass bestimmte Farben schneller trocknen? Dazu gehören Farben mit blei-, kobalt- und manganhaltigen Pigmenten, die mit anderen Farben gemischt werden können, um die Trocknungszeit in ihnen zu beschleunigen. Diese Farben sind ideal für Unterschichten.

  10. Farben frisch halten

    Du kannst Deine ganze Palette in den Gefrierschrank legen, damit die Farbe für lange Zeit feucht bleibt.

  11. Tubenpresse

    Kaufe Dir eine Tubenpresse und Du wirst erstaunt sein, wieviel Farbe aus einer vermeintlich leeren Tube noch herauskommt.

  12. Bist Du beim Malen ein kleiner Schmierfink?

    Baby-Tücher sind perfekt zum Reinigen von Händen und Kunstwerkzeugen.

  13. Firnis

    Firnisse Deine Bilder nach 6 Monaten, um sie zu schützen.

  14. Festsitzende Kappe auf der Tube?

    Stelle Deine Tube kopfüber in eine Schale mit heißem Wasser und lasse sie einige Momente ziehen. Danach lässt sich der Verschluss lösen.

  15. Arbeiten an einer bereits trockenen Leinwand

    Alla Prima oder Nass-in-Nass ist eine beliebte Ölmal-Technik. Die Zeit und die Größe des Gemäldes erlauben es jedoch nicht immer, das Kunstwerk in einer Sitzung fertigzustellen. Die Arbeit an einem trockenen Gemälde führt nicht zu diesem Mischungseffekt. Dies kann ein Problem sein, wenn weiche Farbübergänge benötigt werden.Um an einem trockenen Gemälde zu arbeiten, empfehle ich Dir, zuerst mit einem sauberen Tuch eine dünne Schicht Liquin auf das Bild zu reiben. Die neue Farbe wird einschmelzen, wird jedoch nicht mit der vorherigen Schicht verschmelzen. So lassen sich weiche Farbübergänge sehr einfach realisieren.

  16. Dünne Linien

    Die meisten, wenn nicht alle, Ölkünstler sind frustriert gewesen, dünne Linien mit Ölfarbe zu malen, besonders wenn die Farbe noch feucht ist. Das liegt an den fetten Pflanzenölen, die dazu neigen, nicht gut zu “verlaufen” (wasserlösliche Medien sind kooperativer darin).Selbst das Signieren eines Gemäldes wird damit zur Zitterpartie, wenn die Signatur klein ist.

    Eine Möglichkeit, dünne Linien zu erzielen, besteht darin, zu warten, bis die Farbe auf dem Bild gut getrocknet ist. Dann mit einem sehr feinen Pinsel und mit Liquin verdünnter Farbe die Linien ziehen.

  17. Farben sauber halten

    Sei vorsichtig, wenn Du malst. Stelle sicher, dass Deine Pinsel sauber sind, bevor Du neue Farbe von der Palette aufnimmst. Sonst wirst Du Deine Farben auf der Palette verschmutzen. Es ist wichtig, die Intensität der Farben zu erhalten, also vergiss nicht, Deine Pinsel regelmäßig und oft zu reinigen – auch zwischen den Strichen, wenn nötig.

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