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Skizzen oder Fotos auf Leinwand transferieren


Man hat eine gute Skizze oder vielleicht auch ein Foto – aber wie bekommt man diese Sachen nun auf die Leinwand?

Na ja, die beste und billigste Variante ist immer noch: zeichnen. Ganz altmodisch, mit der Hand. Das ist immer gut – Training und Lernprozess in einem. Malen ist schließlich auch nur Zeichnen mit einem Pinsel.

Rastermethode
Stell Dir vor, Du hast ein Foto mit dem Format 30 x 40 cm. Das willst Du nun auf eine Leinwand von 60 x 80 cm übertragen. Man rechnet in dem Fall die Länge (oder Breite) der Leinwand geteilt durch die Länge (oder Breite) des Fotos.

80 cm : 40 cm = 2 cm

2 cm – das wäre die Größe für die einzelnen Kästchen auf der Leinwand. Auf Deinem Foto aber beträgt die Kästchengröße 1 cm.

Durch die Einteilung in ein Raster entstehen viele kleine Einzelbilder, die viel genauer übertragen werden können, als wenn man freihand zeichnet. Achte darauf, dass die Kästchen in jedem Fall alle gleich groß sind. Und es müssen immer!!! Quadrate sein, sonst verzerrst Du das Bild beim Abzeichnen.

Wenn ich mit einem Raster arbeite, dann verwende ich übrigens immer einen Aquarell-Buntstift, denn der kann mit Flüssigkeit einfach weggewaschen werden. Gebräuchlicher ist die Verwendung von Bleistiften. Kann man machen, aber die Vorzeichnung wird dadurch oft sehr unsauber, wenn man versucht, das Raster wegzuradieren. Und oftmals scheinen die Bleistiftlinien durch das fertige Bild hindurch, was ebenfalls sehr unprofessionell wirkt.

Transferpapier
Im gut sortierten Künstlerbedarf gibt es Transferpapier in verschiedenen Größen, auch Saral-Papier genannt. Dieses Papier ist in verschiedenen Farben erhältlich und funktioniert auf die gleiche Weise wie früher das gute alte Pauspapier.
Der Nachteil ist, dass das spätere Bild die gleiche Größe haben wird wie die Fotovorlage. Mit etwas mehr als 20 EUR Anschaffungskosten ist es auch nicht gerade billig – aber das gleiche Blatt kann sehr oft verwendet werden, so dass eine Rolle Saral-Papier wahrscheinlich jahrelang gute Dienste leisten kann.
Transferpapier kann man mit wenig Aufwand auch selbst herstellen. Drucke Dein Foto auf dünnem Papier aus. Dann drehe das Blatt um. Die Rückseite des Papiers wird nun mit Zeichenkohle gut eingerieben. Dann legst Du das Foto auf Deine Leinwand, die Kohleseite liegt dieses Mal unten, direkt auf der Leinwand. Und nun kannst Du mit einem Stift die Konturen Deines Fotos nachzeichen.

Projektor
Für größere Arbeiten verwende ich – wie viele Künstlerkollegen – einen guten Projektor. Auch die alten Meister haben schon mit solchen Mitteln gearbeitet. Leonardo da Vinci benutzte eine Camera obscura, den Ur-Ur-Urgroßvater unserer heutigen Projektoren. Hat er jemals gelernt zu zeichnen? Natürlich hat er es getan, aber er hat auch jedes verfügbare Werkzeug benutzt, um sein Handwerk besser zu machen.

Falls Du mit dem Gedanken spielt, Dir einen Projektor zu kaufen: Spare nicht an der falschen Stelle. Billige Projektoren geben feine Details oftmals nicht wieder. Ich empfehle Dir einen Projektor von mindestens 500 Watt.

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