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Ein Auge für Anfänger

Einkaufszettel:

Bristol-Papier
Bleistifte: 5 H, HB, 3 B, 4 B, 6 B, 8 B
Estompen
Knetgummi

Bild 1

Bild 2

Wenn Du nicht weisst, wie man nun ein Auge richtig zeichnet, dann ist diese Übung gut für Dich. 

Ich gebe zu, wir greifen hier ganz schön in die Trickkiste - der Blender kommt so oft zum Einsatz, dass keine Hautstruktur mehr zu erkennen ist. 

Aber das wäre dann vielleicht auch Stoff für ein weiterführendes Tutorial - ich werde es mir auf jeden Fall notieren.

Aber lass uns jetzt einfach anfangen.

Bild 1:
Ich habe mit einem harten Bleistift (5H) alle wichtigen Linien des Auges auf das Papier gebracht.

Bild 3

Bild 4

Bild 2:
Ebenfalls mit 5H werden nun in Diagonalschraffur alle Schatten und dunklen Bereiche eingezeichnet. Man bekommt auf diese Weise einen ersten Eindruck davon, wie die Zeichnung aussehen wird.

Wenn noch einige Korrekturen/Verbesserungen gemacht werden müssen, dann ist jetzt die Zeit dafür. Die zarten 5H-Bleistiftlinien kann man noch wegradieren, je weicher der Bleistift am Ende wird, desto unmöglicher wird eine Korrektur.

Bild 3:

Mit einem weicheren Bleistift (F oder HB) lege ich jetzt eine Kreuzschraffur über die bereits angelegten Schatten und dunklen Bereiche. Was passiert dadurch? Diese Bereiche werden nun etwas dunkler.

Bild 4:
Den letzten Arbeitsschritt wiederhole ich nochmals, aber jetzt mit einem Bleistift 3B.

Anschließend nehme ich einen Blender und verwische die Linien vorsichtig. Man muss gut darauf achten, dass man keine “Wolken” fabriziert, also irgendwelche undefinierbaren Flecke auf der Zeichnung bekommt. Am besten erreicht man das, wenn man mit dem Blender mit konstantem Druck in eine Richtung wischt und dabei möglichst der natürlichen Richtung des Auges folgt.

Bild 5

Bild 6

Bild 7

Bild 8

Vielleicht probierst Du es erst mal auf einem separaten Blatt Papier, auch der richtige Umgang mit einem Blender muss gelernt sein. Und die Hand darauf trainiert.

Alternativ kannst Du auch versuchen, die Linien vorsichtig mit einem Stück Küchenrolle, Fensterleder oder Klopapier zu verwischen. Du solltest aber vorher unbedingt separat testen, mit welcher Technik Du das beste Resultat erlangst: Papier oder Blender.

Bild 5
Nun verstärke ich erneut mit einem noch weicheren Bleistift (4B) alle dunklen Bereiche der Zeichnung in Kreuzschraffur. Mein Auge hat jetzt auch Wimpern bekommen.

Bild 6:
Ein neuer Bleistift kommt zum Einsatz: 6B. Damit versuche ich nun, die dunkelsten Bereiche des Auges zu akzentuieren und die Details herauszuarbeiten.

Bild 7:
Mit dem weichesten Bleistift, den ich habe (8B), wiederhole ich nun alle Schritte von Bild 6 nochmals. Danach nehme ich meinen Blender und verwische die Bleistiftlinien.

Bild 8:
Das Auge ist inzwischen beinahe fertig. Ein wenig Dimension fehlt noch und etwas Licht auch. Mit einem Knetgummi entferne ich nun etwas von dem Graphit am oberen Rand der Pupille und des Augenwinkels. Dadurch entstehen Glanzpunkte. Und ich radiere auch ich ein wenig unter der Augenbraue, dadurch entsteht mehr Plastizität. Auf dem Bristol-Papier lässt sich Grafit noch am besten radieren, bei anderem Zeichenpapier wird es wahrscheinlich etwas schwierig.

Bild 9:
Mit einem Knetgummi lege ich nun ein letztes Licht an im unteren Teil der Pupille/des Augapfels und voilá! Unser Auge ist gezeichnet.

Bild 9

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