Die Zirkular-Schraffur

Zirkulismus ist eine phantastische Shading-Technik. Wunderbar geeignet, um realistische menschliche Haut zu zeichnen. Gesichter, Hände etc. sind niemals perfekt und sollten deshalb auch nicht so dargestellt werden. Aalglatte Porträtzeichnungen kriegen schnell einen maskenhaften, unnatürlichen Touch. Auch für Hintergründe ist diese Technik oft hervorragend geeignet. Oder denke an die Haare von schwarzen Menschen.

Die Zirkular-Schraffur ist nicht schwer. Sie besteht im wesentlichen aus kleinen Kreisen oder Kringeln, die ineinander verwoben sind oder sich überlappen. Diese Kreise müssen nicht perfekt sein. 

Tonale Werte werden durch Layer aufgebaut.

Ganz sicher erfordert diese Technik viel Geduld.

Wenn Du ein Gesicht zeichnest mit feinen Fältchen, dann empfehle ich Dir, einen Bleistift mit messerscharfer Spitze zu verwenden. Für glatte, sanfte Haut neige Deinen Bleistift ein wenig mehr (so wie beim Schummern). Die Kringel kriegen dann eine unscharfe Kontur und lassen sich besser mit einem Blender verwischen.

Experimentiere ein wenig damit und verwende Bleistifte mit verschiedenen Härtegraden. 

Auch die Größe der Kreise ist entscheidend: 

Größere Kreise erzeugen einen Grauton; je kleiner und dichter die Kreise, desto dunkler wird die Fläche.

Hier ist ein kleines Beispiel. Diese Zeichnung besteht fast ausschließlich aus Zirkular-Schraffur.

Und wenn Du diese Schraffur selbst mal ausprobieren möchtest, dann habe ich hier ein Tutorial für Dich.

Zeichnung von Brita Seifert

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Bleistifte

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Zeichenpapier

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