Was ist ein Estompen? Und was ein Tortillon?

Viele Künstlerbedarfshändler glauben ja, das sind zwei Bezeichnungen für das gleiche Ding.

Stimmt allerdings nicht.

Ein Estompen sieht so aus...

Er besteht aus massivem gepresstem Löschpapier und man verwendet ihn, um auf Zeichnungen Linien zu verwischen und zum Gestalten von weichen Farbflächen und sanften Tonwertübergängen.

Man kann ihn verwenden für Bleistift-, Kohle- und Pastellzeichnungen.

Er ist eine prima Wahl, wenn es darum geht, größere Flächen zu verblenden, dünne Estompen sind durchaus auch geeignet für Detailarbeiten. 

Mitunter kann man einen Estompen sogar wie einen Zeichenstift gebrauchen, um mit einer schmutzigen Spitze noch Details zu Zeichnungen zuzufügen.

Ein Tortillon

ist auch ein Blender oder Papierwischer, aber er hat eine zylindindrische Form und ist in der Regel innen hohl. 
Er besteht aus festerem Papier als ein Estompen und “produziert” deshalb eine etwas andere Textur, wenn man Graphit-, Kohle- oder Pastellpartikel damit verwischt. 

Man kann präziser damit arbeiten, die Spitze ist feiner und eignet sich darum besser für feinere Details als ein Estompen. 
Künstler verwenden Tortillons, um ihren Zeichnungen einen airbrushartigen Look zu geben.

Alternative Blending-Tools

Du kannst auch mal versuchen, gezeichnete Flächen mit einem Wattestäbchen zu verblenden. Oder mit einem Papiertaschentuch, das Du Dir um den Finger wickelst. Makeup-Schwämme und Pinsel liefern mitunter auch ganz verblüffende Resultate. Oder ein Fensterleder.

Ausprobieren solltest Du jede Variante.

Und je nachdem, was Du zeichnest, kannst Du mal die eine oder die andere Methode anwenden. Nicht jedes Blending-Tool passt zu jeder Zeichnung.

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